Buchhaltung: Warum kleine und mittlere Unternehmen viel Geld verschenken

Buchhaltung mit einer Buchhaltungssoftware

Finanzbuchhalter sind Langweiler und die Buchhaltung an sich ist öde, so zumindest die landläufige Meinung. Wer aber genauer hinsieht, wird schnell feststellen, dass Buchhaltung spannender sein kann als so mancher Krimi – getreu dem Slogan des Magazins WirtschaftsWoche: “Nichts ist spannender als Wirtschaft.”

Vom Erfolg US-amerikanischer Tech-Unternehmen wie Amazon, Facebook oder Google über große deutsche Automobilkonzerne wie Daimler oder BMW bis hin zum deutschen Mittelstand: Wirtschaftlicher Erfolg ist heutzutage kaum möglich ohne clevere Strategien und Maßnahmen im Rechnungswesen. Doch gerade deutsche KMU haben hier noch große Potenziale.

Nachholbedarf in deutschen KMU

Geht es in kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland um dieses Thema, denken Inhaber, Geschäftsführer und Entscheidungsträger reflexartig meist zuerst an den Steuerberater. Dieser soll am besten alles machen, was irgendwie mit der Buchhaltung zu tun hat.

Doch in der Regel ist dies bereits der erste Schritt weg von Kosteneinsparungen und hin zu regelmäßigen Mehrkosten, die vermeidbar sind. Und wie sollen sich im Unternehmen Buchhaltungskompetenzen aufbauen, wenn man alles aus der Hand gibt? Nicht falsch verstehen: Keineswegs ist der Verzicht auf einen Steuerberater zu empfehlen – ganz im Gegenteil, nur muss er/sie für die richtigen Aufgaben engagiert werden.

Die Pflicht, wie das Sortieren von Belegen nach bestimmten Vorgaben, die Umsatzsteuer-Voranmeldung oder die Gewinnermittlung/der Jahresabschluss am Jahresende, machen Sie besser selber (automatisiert) mit einer professionellen Buchhaltungssoftware. Ein Beispiel für eine professionelle Buchhaltungssoftware finden Sie auf dieser Seite. Die Kür überlassen Sie dem Steuerberater, nämlich dem Unternehmen tatsächlich mit einer kompetenten BERATUNG zur Seite zu stehen. 77 Prozent der Mandanten beziehen ihren Steuerberater bei unternehmerischen Entscheidungen mit ein, laut einer Studie der Initiative für die kleine Steuerkanzlei an der über 800 Steuerberater teilgenommen haben. Die eigentliche Beratung sollte auch auf Ihrer Rechnung vom Steuerberater der größte Posten sein.

Was sind die Ziele mit einer Buchhaltungssoftware?

Das Hauptziel beim Einsatz einer Buchhaltungssoftware ist es, verlässliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen im Unternehmen zu schaffen, um sicher bezüglich Liquiditätsplanung oder Investitionen entscheiden zu können. Darüber hinaus sollte es eine einheitliche, gemeinsame Datenhaltung geben, das heißt Programme wie die Auftragsbearbeitung bzw. Warenwirtschaft sollten mit dem Rechnungswesen Hand in Hand gehen und kommen im besten Fall von ein und demselben Hersteller. So werden auch Einarbeitungszeiten deutlich verkürzt.

Sind neben der Finanzbuchhaltung ggf. auch Anlagenbuchhaltung und Kostenrechnung (perspektivisch) relevant im Unternehmen, sollte das bei der Anbieterauswahl berücksichtigt werden.

Wann lohnt sich die Investition in eine Buchhaltungssoftware?

Für Kleinstunternehmen lohnt sich ein Buchhaltungsprogramm im Normalfall eher nicht, da nur wenige Rechnungen pro Monat geschrieben werden und sich die gesetzlichen Anforderungen stark in Grenzen halten. Die Investition in eine Buchhaltungssoftware lohnt sich im Prinzip für jedes kleine und mittlere Unternehmen, wenn sichergestellt ist, dass die Software konsequent weiterentwickelt wird und Gesetzesänderungen umgehend Berücksichtigung im Programm finden.

Was auf der Seite der Entscheider oft unterschätzt wird, ist ein einfaches Pflege- und Preismodell, damit die Kosten auch langfristig transparent bleiben. Achten Sie zudem auf einen kompetenten Support – am besten direkt vor Ort – zum Beispiel durch regionale Fachhändler. Viele Softwarehersteller arbeiten mit einem ausgedehnten deutschlandweiten Partnernetz. Nur so kann die Investitionssicherheit garantiert werden.

Was ist mit Zertifikaten? Achten Sie hier auf ein “aktuelles” Software-Zertifikat für gesetzliche Vorgaben wie GoB und GoBD eines unabhängigen Wirtschaftspüfers. Das Jahr der Prüfung ist nicht 100%ig entscheidend, sollte aber möglichst nicht älter als drei bis vier Jahre sein.

Ebenfalls zum Standardrepertoire einer guten Buchhaltungssoftware gehören einwandfrei funktionierende Schnittstellen zu ELSTER, als Basis für die elektronische Abrechnung von Löhnen, und zu DATEV, als Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerberater.

Fazit: Investieren Sie Ihre Ausgaben beim Steuerberater wieder in die Beratung

Deutsche KMU können noch stärker von der Beratung durch den Steuerberater profitieren, wenn anfallende Aufgaben des Rechnungswesens größtenteils im Unternehmen selbst gelöst werden – durch den Einsatz von Software. Ein wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Gebrauch einer Buchhaltungssoftware ist die kompetente Beratung vorab sowie die Begleitung im Projekt durch das Softwarehaus. Achten Sie in der Anbieterauswahl durchaus auch auf die sogenannten weichen Faktoren, denn Ihr IT-Partner unterstützt Sie im Idealfall über mehrere Jahre, nicht selten sogar über Jahrzehnte, da kann eine gewisse Sympathie durchaus die Basis einer erfolgreichen Zusammenarbeit sein.

[Gesamt:3    Durchschnitt: 4.7/5]
Über Redaktion 118 Artikel
In diesem Online-Magazin publizieren unsere Redakteure regelmäßig neue Beiträge zu unterschiedlichsten Themen. Alle Artikel haben eines gemeinsam: Sie vermitteln Wissen und informieren über News! Möchtest Du einen Gastartikel in unserem Wissensmagazin veröffentlichen? Dann schreibe uns gerne an!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*