Die 5 größten Fehler bei der Planung eines ersten Messeauftritts

Messeauftritt

 Messen zählen nach wie vor zu den wirkungsvollsten Marketinginstrumenten im B2B-Bereich. Gerade für Unternehmen, die zum ersten Mal als Aussteller auftreten, steckt in einem Messeauftritt enormes Potenzial. Gleichzeitig lauern typische Planungsfehler, die das Budget belasten und den erhofften Erfolg zunichtemachen.

Das Wichtigste zusammengefasst

Ein erfolgreicher Messeauftritt beginnt nicht am Messetag, sondern Monate vorher bei der Planung.

Die häufigsten Fehler betreffen:

  • Fehlende Zielsetzung
  • Falsche Budgetkalkulation
  • Ungeschultes Personal
  • Mangelhafte Leaderfassung
  • Eine vernachlässigte Nachbereitung

Wer seinen Messestand richtig plant das Team vorbereitet und die Nachbereitung strukturiert angeht, holt deutlich mehr aus seinem Messeauftritt heraus. Im Folgenden erfährst du, welche Stolperfallen du kennen solltest und wie du sie gezielt umgehst.

Warum eine gute Planung über den Erfolg deines Messeauftritts entscheidet

Messeauftritte sind kosten- und zeitintensiv. Ohne eine durchdachte Vorbereitung wird aus der vermeintlichen Chance schnell ein teurer Reinfall. Laut einer Erhebung des Verbands der Deutschen Messewirtschaft (AUMA) fokussieren 83 Prozent der Aussteller auf Neukundengewinnung und Stammkundenpflege. Doch nur ein Bruchteil davon definiert vorab konkrete, messbare Ziele. Genau hier liegt das Problem.

Der Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einer erfolgreichen Messestand Planung liegt fast immer in der Vorbereitung. Wer früh genug anfängt, hat die Möglichkeit, alle relevanten Bereiche abzudecken. Dazu zählen neben dem Messestand selbst auch Personal, Kommunikation, Budget und Nachbereitung.

Als Faustregel gilt: Sechs bis zwölf Monate vor dem Messetermin sollte die Planung starten. Wer erst wenige Wochen vorher beginnt, gerät unweigerlich unter Druck und muss Kompromisse eingehen, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken.

Vermeide diese 5 Fehler bei deiner Planung

Die folgenden Fehler begegnen erfahrenen Messeplanern bei Erstausstellern immer wieder. Das Gute daran ist, dass jeder einzelne sich mit der richtigen Messevorbereitung vermeiden lässt. Zu jedem Fehler findest du das zugrundeliegende Problem, die typischen Auswirkungen und eine konkrete Lösung.

1. Keine klaren Ziele für den Messeauftritt definiert

Der mit Abstand häufigste Fehler lautet: „Wir wollen uns einfach mal zeigen.“ Das ist kein Ziel. Ohne klare Zielsetzung fehlt die Grundlage für das Standkonzept, die Personalplanung und die spätere Erfolgsmessung. Im schlimmsten Fall investierst du mehrere tausend Euro in einen Messeauftritt und kannst hinterher nicht einmal sagen, ob er sich gelohnt hat.

Unterscheide deshalb frühzeitig zwischen quantitativen Zielen wie der Anzahl neuer Leads, gebuchten Folgeteterminen oder direkten Verkaufsabschlüssen und qualitativen Zielen wie:

  • Bekanntheitssteigerung
  • Branchenpositionierung
  • Imageaufbau

Ein konkretes Ziel könnte beispielsweise lauten:

  • 50 qualifizierte Leads generieren

oder

  • 20 Folgetermine vereinbaren

Solche Vorgaben helfen auch bei der Auswahl der richtigen Messe. Denn ob Fachmesse oder Publikumsmesse, regional oder überregional, hängt maßgeblich davon ab, was du mit deinem Messeauftritt planst.

2. Budget falsch kalkuliert

Viele Erstaussteller unterschätzen die Gesamtkosten, wenn sie ihre erste Messe planen. Die Standmiete ist dabei nur ein Bruchteil der tatsächlichen Ausgaben. Hinzu kommen Standbau, Transport, Personal, Reise, Übernachtung, Verpflegung, Werbemittel und Give-aways. Laut AUMA entfällt rund die Hälfte des Gesamtbudgets auf Standbau und Standmiete. Jeweils zehn bis fünfzehn Prozent gehen für Personal, Reise und Verpflegung drauf.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, lohnt es sich, frühzeitig einen vollständigen Budgetplan aufzustellen.

Wichtig: Ein Puffer von mindestens zehn bis fünfzehn Prozent ist dabei empfehlenswert.

Besonders beim Standbau gibt es Einsparpotenzial. Wer mehrere Vergleichsangebote einholt und modulare Standsysteme als Alternative zum Individualbau in Betracht zieht, kann die Kosten spürbar senken, ohne auf einen professionellen Auftritt zu verzichten. Gerade für Erstaussteller ist das eine clevere Option, um die Messe zu planen, ohne das Budget zu sprengen.

3. Standpersonal nicht geschult

Das Standpersonal ist das Aushängeschild deines Unternehmens auf der Messe. Trotzdem werden Mitarbeiter häufig kurzfristig abgestellt, ohne ein ordentliches Briefing zu Zielen, Produkten oder Gesprächsführung erhalten zu haben. Das Ergebnis ist ein unsicherer Auftritt, verpasste Kontakte und ein unprofessioneller Eindruck.

Externe Hostessen können zwar unterstützen, etwa bei der Bewirtung oder der Verteilung von Werbematerial. Fachfragen müssen jedoch die eigenen Mitarbeiter beantworten können. Deshalb ist eine klare Rollenverteilung am Stand entscheidend:

  • Wer spricht Besucher an?
  • Wer führt Fachgespräche?
  • Wer erfasst die Kontaktdaten?

Die Schulung sollte auch vermeintliche Basics umfassen wie aktive Ansprache statt passives Warten, kein Essen oder Handynutzung am Stand und ein gepflegtes, einheitliches Auftreten. Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Motivation über mehrere Messetage hinweg. Gerade am letzten Tag lässt die Energie nach, obwohl auch dann noch potenzielle Kunden den Stand besuchen.

4. Keine Strategie für die Leaderfassung am Stand

Es klingt banal, passiert aber ständig.

Aussteller sammeln Visitenkarten in einer Schüssel oder notieren Gesprächsinhalte auf losen Zetteln. Was im Messetrubel praktisch wirkt, entpuppt sich später als Chaos. Kontakte gehen verloren, Notizen sind unleserlich und eine strukturierte Nachbearbeitung wird nahezu unmöglich.

Deutlich besser funktioniert eine digitale Meese Lead Erfassung per App oder direkte CRM-Anbindung. Damit lassen sich Name, Firma, Interesse, Gesprächsinhalt und der nächste Schritt direkt am Stand dokumentieren. Entscheidend ist, das System schon vor der Messe einzurichten und ausgiebig zu testen. Unter Zeitdruck muss es reibungslos funktionieren. Die Qualität der Leaderfassung entscheidet direkt über den ROI deines Messeauftritts. Wer hier sorgfältig arbeitet, hat im Nachgang einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die noch mit Papierstapeln kämpft.

5. Nachbereitung und Follow-up vergessen

Nach der Messe ist vor dem Abschluss. Doch genau an dieser Stelle scheitern viele Aussteller. Sie kehren zurück ins Büro, der Alltag übernimmt und die Kontakte von der Messe verstauben im Postfach. Wochen später erfolgt dann vielleicht eine E-Mail, aber zu diesem Zeitpunkt ist das Interesse der meisten Kontakte bereits erloschen.

Die Faustregel lautet: Innerhalb von 48 Stunden nach Messeende sollte der erste Kontakt erfolgen.

Lege dafür schon vor der Messe fest, wer welche Kontakte nachfasst, mit welcher Botschaft und über welchen Kanal. Außerdem gehört eine interne Manöverkritik zum Pflichtprogramm: Was hat gut funktioniert? Wo gab es Probleme? Welche Lehren zieht das Team für den nächsten Messeauftritt? Wie sollte ich beim nächsten Auftritt meinen Messestand organisieren? Denn Fehler einmal zu machen ist völlig normal. Den gleichen Fehler ein zweites Mal zu machen, ist vermeidbar.

Passt dein Messestand zu deiner Branche

Neben der Vermeidung typischer Planungsfehler gibt es einen weiteren Aspekt, der über den Erfolg eines Messeauftritts entscheidet, und zwar die Passung zwischen Messestand und Branche. Nicht jedes Standkonzept funktioniert in jedem Umfeld gleich gut. Ein Tech-Unternehmen braucht eine andere Präsentation als ein Handwerksbetrieb oder ein Dienstleister aus dem Finanzbereich.

Entscheidend sind Faktoren wie Farbgebung, Materialien, digitale Elemente und die Art der Produktpräsentation. Wer beispielsweise Videowalls oder Touchscreens einsetzt, kann komplexe Produkte oder Dienstleistungen anschaulich erklären. Eigene Gesprächszonen wiederum schaffen Raum für persönliche Beratung und heben den Stand von der Masse ab. Ein durchdachtes Messe-Standkonzept wie diese von Konorg transportiert die Markenidentität und sorgt dafür, dass sich Besucher an dein Unternehmen erinnern.

Welche Standart geht immer?

Wer sich unsicher ist, welcher Messe Standart der richtige ist, liegt mit einem modularen System selten falsch. Modulare Messestände sind flexible Allrounder: wiederverwendbar, anpassbar an verschiedene Messeformate und Standgrößen und deutlich kosteneffizienter als Individualbauten. Ergänzt durch Messewände mit hochwertigem Druck entsteht eine professionelle Optik, die auch mit kleinerem Budget überzeugt.

Branchenunabhängig funktionieren außerdem einige klassische Elemente wie ein gut sichtbares Logo, eine einladende Theke, saubere Produktpräsentation und eine durchdachte Beleuchtung. Wer diese Grundlagen beim Organisieren seines ersten Messeauftritts beherrscht und seinen Stand aufgeräumt sowie klar strukturiert hält, macht in jeder Halle einen professionellen Eindruck

Starte erfolgreich mit deinem ersten Messe Event

Ein erster Messeauftritt muss nicht perfekt sein. Aber er sollte gut vorbereitet sein. Wer die fünf beschriebenen Fehler vermeidet, seinen Stand branchengerecht plant und das Team frühzeitig einbindet, hat die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Messe Event

Was zählt, ist der Gesamteindruck! Klare Ziele, geschultes Personal, ein durchdachter Stand und ein konsequentes Follow-up nach der Messe. Wer diese Bausteine bei der Messe Event Planung beherrscht, wird nicht nur seinen ersten Messeauftritt erfolgreich gestalten, sondern auch die Grundlage für alle weiteren legen.

FAQ

Wie lange vorher sollte man einen Messeauftritt planen?

Starte mindestens 6 bis 12 Monate vor dem Messetermin mit der Planung. Bei kleineren Messen reichen 4 bis 6 Monate.

Was kostet ein Messeauftritt?

Die Kosten variieren stark. Rund 50 % entfallen auf Standbau und Standmiete, der Rest auf Personal, Reise, Werbemittel und Verpflegung.

Welche Ziele sollte man für einen Messeauftritt definieren?

Setze konkrete, messbare Ziele wie Anzahl neuer Leads, gebuchte Folgetermine oder Produktpräsentationen vor Fachpublikum.

Wie viele Mitarbeiter brauche ich am Messestand?

Das hängt von der Standgröße ab. Wichtiger als die Anzahl ist, dass alle geschult sind und klare Rollen haben.

Wann sollte ich Leads nach der Messe kontaktieren?

Innerhalb von 48 Stunden nach Messeende. Je länger du wartest, desto stärker erkaltet das Interesse der Kontakte.

Quellen:

AUMA MesseTrend 2019, Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA), repräsentative Befragung von 500 Unternehmen, durchgeführt von TNS Emnid, Berlin 2019.

AUMA (Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.), Kostenstruktur deutscher Messebeteiligungen. Veröffentlicht u.a. über SAXOPRINT / AUMA-Datenerhebung, basierend auf Gesamtausstellerkosten von 7,79 Mrd. Euro pro Messejahr in Deutschland.

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