Die besten Gemüsesorten für das eigene Gewächshaus: Worauf sollte man achten?

Gewächshaus

Hobbygärtner mit einem eigenen Gewächshaus haben die Möglichkeit, ihr Gemüse länger zu ernten, ihre Pflanzen vor vielen äußeren Einflüssen zu schützen und gegebenenfalls sogar neue Sorten auszuprobieren, die im Garten vielleicht weniger gut gedeihen würden.

Welche Pflanzen sich am besten eignen, um im Gewächshaus gehegt und gepflegt zu werden, ist von verschiedenen Faktoren, unter anderem von der Größe des Gewächshauses, der Lichtintensität und dem gewünschten Pflegeaufwand, abhängig.

Und selbstverständlich gibt es einige „Klassiker“, die sich gerade in Bezug auf die Bepflanzung in Gewächshäusern einer besonderen Beliebtheit erfreuen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Tomaten
  • Gurken
  • Paprika
  • Zucchini
  • verschiedene Salatsorten.

Grundsätzlich sind der Fantasie jedoch so gut wie keine Grenzen gesetzt. Wer möchte, kann unter anderem auch Auberginen, Chili oder unterschiedliche Kräuter ausprobieren.

Ein oft unterschätzter Faktor: Die Belüftung im Gewächshaus

Für eine möglichst erfolgreiche Ernte im Gewächshaus ist es nicht nur wichtig, sich für die richtigen Pflanzen zu entscheiden. Ein Detail, das in diesem Zusammenhang ebenfalls relevant wird, ist die Belüftung. Glücklicherweise gibt es zum Beispiel viele Tipps zur Belüftung für ein Anlehngewächshaus, die sich leicht umsetzen lassen.

Generell gilt es, Hitzestau und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden. Denn: Eine zu warme und zu feuchte Umgebung kann die Entstehung von Pilzbefall und Krankheiten begünstigen.

Wer hier für gute Grundvoraussetzungen sorgen möchte, sollte:

  • regelmäßig die Dach- und Seitenfenster öffnen und so einen verlässlichen Luftaustausch gewährleisten
  • mit automatischen Lüftungssystemen arbeiten
  • regelmäßig die Temperatur und die Feuchtigkeit messen
  • bei Bedarf kleine Ventilatoren aufstellen, die die Luftzirkulation zusätzlich unterstützen.

Wachstumsdauer und Erntezeit: Warum es so wichtig ist, beides aufeinander abzustimmen

Bei der Suche nach der Antwort auf die Frage „Welche Gemüsesorten möchte ich anpflanzen?“ ist es ratsam, sich auch mit allen relevanten Details rund um die Wachstumsdauer und die Erntezeit auseinanderzusetzen.

So eignen sich die Pflanzen, die zum Beispiel vergleichsweise schnell wachsen, gut für die Zwischensaison. Andere, wie Paprika und Gurken, die Wärme lieben, erfordern etwas mehr Geduld.

Grundsätzlich gilt jedoch: Wer vergleichsweise früh mit dem Aussäen beginnt, kann die Saison verlängern und oft deutlich früher ernten, als es zum Beispiel der Fall ist.

Welche Details werden in Bezug auf die Bewässerung wichtig?

Auch im Gewächshaus benötigen Pflanzen – unabhängig von der jeweiligen Art – natürlich Wasser, um gedeihen zu können. Gleichzeitig gilt es jedoch, Staunässe in jedem Fall zu vermeiden.

Viele Menschen, die das Hobby „Gewächshaus“ für sich entdeckt haben, nutzen hierzu zum Beispiel spezielle Tropfbewässerungssysteme oder Schläuche mit kleinen Löchern.

Parallel dazu ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig auf Spuren zu überprüfen, die auf Krankheiten hinweisen könnten.

Je nach Pflanzenart und Umgebung bietet es sich zu guter Letzt auch an, zum Beispiel organische Dünger, Kompost oder Flüssigdünger aus Pflanzenresten zu nutzen, um die Qualität des Bodens nachhaltig zu optimieren.

So können Pflanzen im Gewächshaus von Mischkulturen profitieren

Bei handelt es sich um ein vergleichsweise traditionelles Prinzip, das seine Vorteile nicht nur unter freiem Himmel, sondern auch im Gewächshaus zeigt.

Hierbei werden Pflanzen, die sich gegenseitig in ihrem Wachstum fördern oder zum Beispiel dazu in der Lage sind, bestimmte Schädlinge abzuwehren, nebeneinandergesetzt. Eine Kombination, die sich in diesem Zusammenhang besonders bewährt hat, ist Tomate und Basilikum.

Gurken passen gut zu Kapuzinerkresse, während der Mix aus Bodendeckern und höheren Pflanzen den Boden feucht halten und die Aufnahme der Nährstoffe optimieren kann. Wichtig ist es, immer darauf zu achten, dass die eingesetzten Pflanzen nicht in Konkurrenz zueinanderstehen. Wer zum Beispiel die bereits erwähnten Tomaten anpflanzt, sollte wissen, dass diese zum Wachsen viel Stickstoff benötigen. Daher ist es sinnvoll, eine Pflanze als „Nachbarn“ zu nehmen, deren Bedarf in diesem Bereich deutlich geringer ausfällt.

Welche Gemüsesorten eignen sich für Anfänger?

Für Anfänger, die vielleicht gerade erst damit begonnen haben, ihr erstes eigenes Gewächshaus zu betreiben, eignen sich vor allem Gemüsesorten, die pflegeleicht und robust sind. Zudem sollten sie sich mit den Gegebenheiten im Gewächshaus arrangieren können. Wer hier Wert auf die Details legt, kann noch mehr profitieren. Ein typisches Beispiel: Ein Anlehngewächshaus zeichnet sich dadurch aus, dass eine seiner Wände (im wahrsten Sinne des Wortes) an ein Gebäude „angelehnt“ ist. Dadurch ist es im entsprechenden Bereich windgeschützt, kann gut Wärme speichern und gibt nachts nur wenig Wärme ab.

Zu den Pflanzen, die sich hier besonders wohlfühlen dürften und die leicht zu pflegen sind, gehören unter anderem:

  • Buschtomaten und kleinere Tomatensorten, die von der gespeicherten Wärme profitieren können
  • Gurken, die gerade im Gewächshaus meist schnell und ertragreich wachsen
  • Paprika und Chili, die auf warme, geschützte Standorte angewiesen sind
  • Salate, die in der Regel nur wenig Pflege benötigen
  • Kräuter, die oft schnell geerntet werden können.
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