Digital Detox: Was ist das?

Digital Detox

Digital Detox – wieder so ein Schlagwort. Aber eines mit großer Daseinsberechtigung. Smartphone aus, Entspannung ein. Wieso die digitale Entgiftung sich so stark bewährt und wie du sie am besten umsetzen kannst.

Nur ein schickes Wort oder ein echter Benefit?

Fast jeder hat schon von einer Entgiftungskur gehört. Der vorübergehende Verzicht auf Alkohol oder Süßigkeiten gehört dabei zu den Top-Favoriten. Entgiftung gibt es in allen möglichen Varianten und ist meist auf das körperliche Wohl ausgerichtet.

Es gibt jedoch eine Entgiftung, die mit einer ganz anderen Art des Konsums zu tun – der Digital Detox. Mit anderen Worten: Eine Pause von digitalen Medien, insbesondere vom Handy, um unseren Geist zu entgiften. Deshalb auch gerne Handyfasten genannt.

Vorab: Wir wollen die digitalen Medien nicht schlecht reden oder gar verteufeln. Wer heute noch den Kopf über den ganzen „Technikkram“ schüttelt, steckt höchstwahrscheinlich irgendwo in der Vergangenheit fest. Es geht also nicht um die Frage, ob wir das Smartphone, Tablet oder den Laptop brauchen, sondern in welchen Maßen wir das Ganze nutzen.

Dass wir statistisch gesehen mindestens 80-mal am Tag das Handy zur Hand nehmen, lässt nämlich aufhorchen.

Fluch und Segen – immer und überall erreichbar sein

Es ist zweifelsfrei genial, dass wir mit einem Klick den Globus umkreisen und mit Menschen auf der anderen Seite der Erde sprechen können. Doch diese Möglichkeit der ständigen Erreichbarkeit erweist sich vor allem im Arbeitsumfeld als großer Stressor. Morgens noch gar nicht richtig wach, wird zuerst auf das Smartphone geschaut. Verpasste Anrufe und Nachrichten treiben den Puls direkt in die Höhe.

Aber auch in Sachen Ablenkung ist unser Smartphone der Griff Nummer eins. Wenn sogar beim netten Dinner mit Freunden jeder das Handy in der Hand hat, geht ein gewisses Maß an Qualität verloren. Vor allem an Lebensqualität.

Dazu ist unser Smartphone auch noch ein echter Allrounder – Musik, Hörbücher, Spiele und Videoclips konsumieren die meisten vom Handy aus. Und für einen Großteil der Nutzer dient das kleine Gerät auch als Wecker, wer liebt die Schlummertaste nicht?

Was bringt mir Digital Detox?

Mentale Entspannung steht an erster Stelle. So einfach das auch klingt, stecken ziemlich viele Benefits dahinter.

Mehr Fokus. Um produktiv zu arbeiten, ist es wichtig, dass du keine Störquellen und Ablenkungsfaktoren hast. Sonst schaffst du es zum einen nicht in den Flow, zum anderen braucht es erwiesenermaßen etwa 20-30 Minuten, bis du nach einer Ablenkung wieder in einen hineinfindest. Das Smartphone für eine gewisse Zeit abzuschalten, hilft dir enorm, schneller und effizienter zu arbeiten.

Bessere Körperhaltung. Klingt vielleicht übertrieben, aber der „Handynacken“ ist nicht zu unterschätzen. Regelmäßige Pausen können hier bereits einen Unterschied machen.

Mehr (Lebens-)Zeit. Dieser Punkt wird von vielen belächelt, obwohl er unumstritten der stärkste ist. Nutze die Statistik deines Handys, um deine Bildschirmzeit zu checken. Wenn du auch nur die Hälfte davon für andere Dinge nutzt wie Treffen mit Freunden, Spaziergänge oder endlich das Buch lesen, das so lange auf deiner Liste steht, macht das einen ziemlich großen Unterschied. Im Hier und Jetzt leben, wird es auch gerne genannt.

Yoga und Meditation sind gute Gewohnheiten, die man während eines Digital Detox implementieren und auch danach weiter praktizieren kann. Yoga Studios in der Nähe bieten meist Kurse, in denen beides kombiniert wird.

Wie funktioniert Digital Detox?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die du nutzen kannst. Am besten probierst du alles einmal aus und nimmst das, was für dich am besten funktioniert.

  • Stelle deine Push-Notifications aus, sodass du für eine Weile keine Benachrichtigungen bekommst.
  • Nutze die „Nicht-Stören“-Funktion deines Handys. Du kannst sogar Zeiten einrichten, in denen weder Anrufe noch Nachrichten durchkommen bzw. erst angezeigt werden, wenn du das Handy aktivierst.
  • Der Flugmodus hat die gleiche Wirkung und ist mit einem Klick eingestellt.
  • Nutze eine der vielen Digital-Detox-Apps, die es mittlerweile für Android und iOS gibt. Solche Apps sperren deinen Bildschirm und versuchen dich vom Entsperren abzuhalten. Einige Apps bieten auch die Möglichkeit, gewisse Funktionen oder andere Apps zu deaktivieren, damit du für eine Weile deine Ruhe hast.

Wenn du noch einen Schritt weiter gehen willst, kannst du dein Handy für gewisse Zeiten am Tag (einmal am Tag kann schon einen großen Unterschied machen) ausschalten. Einen Raum als Smartphone-frei zu bestimmen, ist auch eine beliebte Methode. Ganz nach dem Prinzip: aus den Augen, aus dem Sinn.

Es gibt hier wirklich keine festgeschriebenen Regeln. Das Wohlfühlprinzip steht an oberster Stelle und wenn du zu Beginn ein, zwei Mal am Tag für zwanzig Minuten deinem Kopf eine Smartphone-Pause gönnst, ist das schon ein echter Gewinn.

Taste dich langsam heran und genieße diese wunderbar digital-freien Momente. Am besten mit einer schönen Tasse Tee oder Kaffee.

Happy Digital Detox!

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