Immer mehr Unternehmer haben Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Sieht man sich die aktuellen Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft – IW – an, so sind rund 570.000 Stellen branchenübergreifend unbesetzt, weil es hier an Fachpersonal fehlt. Das heißt, die Firmen produzieren letztlich weniger, als sie könnten. Dadurch hat die Wirtschaft bereits im Jahr 2024 rund 49 Milliarden Euro verloren. Eine Lösung scheint aktuell nicht in Sicht. Das heißt, der Fachkräftemangel wird nicht nur bleiben, er wird sogar problematischer, weil die Zahl der unbesetzten Stellen größer wird.
Demografischer Wandel sorgt für eine Verschärfung des Fachkräftemangels
Natürlich gibt es Branchen, die keine Probleme haben. Ein gutes Beispiel mag hier der Bereich Online Glücksspiel sein. Hier gibt es genug Fachkräfte, die einerseits die Spiele programmieren, andererseits darauf achten, dass die Online Casino Plattform läuft. Wichtig ist, sich im Vorfeld jedoch mit dem Casino zu befassen – es ist definitiv kein Fehler, wenn Casinos ohne OASIS getestet werden und man danach den Bericht liest, um zu wissen, ob einem das Angebot zusagen könnte oder nicht. Erfahrungs- und Testberichte geben durchaus Aufschluss und sind hilfreich: Überwiegen hier die positiven Berichte, dann spricht in der Regel nichts gegen den Anbieter.
Jedoch gibt es nur wenige Branchen, in denen es genügend Fachkräfte gibt. Die Lage wird zudem aufgrund des demografischen Wandels stark verschärft. Die geburtenstarken Jahrgänge, die Babyboomer, gehen nun in den Ruhestand, weshalb viele Jobs frei werden, die jedoch nicht besetzt werden können. Dadurch entstehen auch immer höhere Kosten: Bis zum Jahr 2027 könnten die Kosten laut den Ökonomen des IW auf 74 Milliarden Euro steigen.
Fehlende Fachkräfte belasten auch das bestehende Personal
Aber am Ende sind es nicht nur die Unternehmer, die durch den Fachkräftemangel Verluste verbuchen: Die Last, die vom bestehenden Personal geschultert werden muss, wird schwerer – davor wird unter anderem auch von der Gewerkschaft Verdi gewarnt.
Verdi kritisiert auch die immer größere Bildungslücke, die ebenfalls dazu führt, dass es weniger Fachkräfte gibt – für die Gewerkschaft ist die Bildungslücke sogar die Hauptursache schlechthin. Auch wenn qualitativ hohe Ausbildungen abgeschlossen werden, gibt es doch eine Diskrepanz zwischen den erworbenen Fähigkeiten sowie den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Das würde nicht nur die berufliche Ausbildung betreffen, sondern auch die Studiengänge an den Hochschulen und Universitäten. Zudem darf man nicht vergessen, dass in Deutschland rund 25.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr die Schullaufbahn ohne Abschluss beenden.
Welche Branchen besonders stark leiden
Die Bundesagentur für Arbeit – BA – beobachtet die Lage rund um den Fachkräftemangel und bewertet einmal pro Jahr, wie die Fachkräftesituation am Arbeitsmarkt tatsächlich aussieht. Dabei werden für die verschiedenen Berufsgattungen Punktewerte ermittelt. Berücksichtigt werden im Zuge der Analyse die Vakanzzeit, das Verhältnis von Arbeitssuchenden und Stellen, die berufsspezifische Arbeitslosenquote, die Abgangsrate aus der Arbeitslosigkeit, die Entwicklung der mittleren Entgelte sowie letztlich auch die Anteilsveränderung sozialversicherungspflichtiger beschäftigter Ausländer.
Wenn nach der Analyse durch die Arbeitsagentur ein Datenpunkt von größer als gleich 2,0 berechnet wird, spricht man vom Engpassberuf. Unter 1,5 bedeutet, dass es keinen Engpass gibt.
In diesen Branchen liegt der Indexwert bei 2,3
Gastronomie
Viele Restaurants entscheiden sich deshalb dafür, nur noch während der Mittags- oder Abendzeiten offen zu haben bzw. legen mehrere Ruhetage pro Woche ein, weil es keine Mitarbeiter gibt.
Fleischer
Seit Jahren nimmt die Zahl im Fleischerhandwerk ab. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat angegeben, dass es aktuell rund 2300 Menschen gibt, die eine entsprechende Ausbildung machen – zur Jahrtausendwende waren es 9500. Dadurch ergibt sich im Lebens- und Genussmittelherstellungsbereich ein Fachkräftemangel.
Luft- und Raumfahrttechnik
Der Fachkräftemangel gilt übrigens auch für den Schiffbau. Sieht man sich alle drei Felder an, so ergibt die Analyse einen Indexwert von ebenfalls 2,3.
Sonstige Branchen
In der Naturstein-, Mineral- und Baustoffherstellung sowie auch im Bereich der Landwirtschaft fehlt es immer mehr an Fachpersonal. Besonders tragisch mag der Umstand sein, dass es mit der Landwirtschaft auch einen systemrelevanten Bereich gibt – denn wenn die Fachkräfte fehlen, bleiben alle ohne Nahrung.
In diesen Branchen liegt der Indexwert bei 2,5
Steuerberatung
Ganz egal, ob es sich um einen Steuerfachangestellten, um Steuerberater oder Fachwirte handelt – auch im Bereich der Steuerberatung gibt es einen immer größer werdenden Fachkräftemangel.
Medizin
Im Berufsfeld der Arzt- und Praxishilfen werden immer häufiger Fachkräfte gesucht, aber nicht gefunden. Besonders kritisch ist die Fachkräftelücke bei den zahnmedizinischen Fachangestellten.
Lebensmittelverkauf
Eine Branche, die in den Jahren stark an Attraktivität verloren hat. Das erklärt auch, wieso es immer weniger Fachkräfte gibt, die sich für den Verkauf finden.
Sonstige Branchen
Im Energiesektor gibt es ebenfalls einen Fachkräftemangel und einen Indexwert von 2,5. Wie auch im Bereich der Mechatronik sowie in der Automatisierungstechnik.
In diesen Branchen liegt der Indexwert bei 2,7
Tiefbau
Hier ist der Fachkräftemangel besonders stark. Es gibt kaum noch Kanal- wie Straßenbauer, auch Betonbauer sind bereits absolute Mangelware geworden.
Medizin-, Orthopädie und Rehatechnik
Auch in dieser Branche gibt es kaum noch Fachkräfte und immer mehr unbesetzte Stellen. Besonders gefragt sind unter anderem Hörgeräteakustiker sowie Zahntechniker.
Pflege
Die immer älter werdende Gesellschaft belastet nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern auch das gesamte System, weil es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt, aber keine Pflegekräfte. Sieht man sich die aktuellen Zahlen und Prognosen des Statistischen Bundesamts an, so werden bis zum Jahr 2049 zwischen 280.000 und 690.000 Pflegefachkräfte fehlen.

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