Heilkräuter selbst aussäen und ernten

Heilkräuter

Mit der Vintage- und Retro-Welle kehrte auch das Bewusstsein zu alten Techniken und Lebensweisen zurück, insbesondere die Nutzung von Heilkräutern. Naturheilkunde und Kräuterhexen haben von jeher behauptet, dass gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen ist, man muss nur wissen, welches. In der Folge besinnen sich zahlreiche Menschen zurück und bevorzugen bei kleineren Wehwehchen Kamille, Thymian, Fenchel oder Minze, um eine bestehende Erkrankung zu heilen. Zur Steigerung des Immunsystems wird der Sonnenhut genutzt, dessen Wirkstoff Echinacea seinen Nutzen in zahllosen Studien eindrucksvoll bewiesen hat. Relativ neu, weil zuvor verboten, ist Hanf hinzugekommen. Cannabis wird zur Schmerztherapie eingesetzt, um bei bestimmten Erkrankungen den Appetit anzuregen.

Ausgewählte Heilkräuter anbauen

Du kennst Deinen Körper wie kein anderer, weshalb Du weißt, für welche Krankheiten Du anfällig bist. Darauf abgestimmt, ziehst Du Heilpflanzen bestimmter Sorten hoch. Diese Auswahl ist notwendig, denn Du kannst unmöglich alle über 50.000 Heilpflanzen anbauen. Hast Du Deine Heilpflanzen ausgewählt, musst Du prüfen, welche klimatischen Bedingungen von der Pflanze gefordert werden. Einige fühlen sich in Deinem Garten oder auf dem Balkon wohl, andere brauchen ein Gewächshaus oder ein Frühbeet oder ziehen die Fensterbank im Wohnzimmer vor.

Grundlagen zum Anbau von Heilkräutern

Für den Kamille-, Sonnenhut- oder Cannabis Anbau Zubehör ist wichtig, das Du einfach online bestellen kannst. Dazu gehören ein Keim-Set, Anzuchttöpfe, Töpfe, in denen die Pflanzen nach dem Jungstadium wachsen können und Dünger. Allerdings solltest Du hier mit Zurückhaltung agieren. Verkümmern Heilkräuter, wollen nicht wachsen oder werden krank, wurden sie fast immer zu Tode gepflegt. Deshalb befolge diese Grundregeln:

  • Recherchiere den natürlichen Lebensraum der Heilpflanze, um festzustellen, ob diese gerne schattig, halbschattig, in der Sonne oder besser im Haus gedeiht.
  • Kräuter mit kleinen, dünnen Blätter, insbesondere Heilpflanzen aus dem Mittelmeerraum oder aus Arabien bevorzugen karge Böden und damit sehr wenig Dünger. Trägt die Pflanze dicke, saftige Blätter, verlangt sie mehr Nahrung.
  • Beim Gießen der Heilkräuter verhält es sich ähnlich. Pflanzen mit kleinen und womöglich behaarten Blättern lieben trockene Standorte und brauchen deshalb wenig Wasser. Nur die Kräuter mit dicken und großen Blättern verlangen regelmäßiges Gießen.

Heilkräuter selbst anbauen – Methoden

Wie bei den meisten Pflanzen, so gibt es auch bei den Heilkräutern vier bewährte Methoden, Jungpflanzen zu erhalten – egal ob Cannabis, Kamille, Echter Salbei oder Engelwurz. Zur Auswahl stehen Samen, Stecklinge, Wurzelstecklinge und Setzlinge.

  • Die meisten Heilkräuter kannst Du direkt ins Beet säen, wobei vor allem Wildkräuter diese Methode bevorzugen. Samen werden als Saatgut im Fachhandel online angeboten.
  • Es ist aber auch möglich, Kräuter durch Stecklinge zu vermehren. Schneide einfach einen jungen, aber bereits kräftigen Zweig ab und entfernen die oberen zwei bis maximal vier Blätter. Diesen Zweig steckst Du dann tief in Anzuchterde.
  • Eine gute Alternative sind Wurzelstecklinge. Hier wird ein circa 5 cm langes Stück Wurzel in die Anzuchterde gesteckt, um eine neue Pflanze wachsen zu lassen.
  • Du kannst aber auch Setzlinge kaufen, also kleine, kräftige Jungpflanzen, die online und oft von örtlichen Gärtnereien angeboten werden.
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