Jugendschutz im Internet: Sicherheit & Compliance

Jugendschutz

Der Jugendschutz im Internet gewinnt – berechtigterweise – immer mehr an Bedeutung in unserer digital vernetzten Welt. Besonders Unternehmen und Website-Betreibende stehen dabei vor der Herausforderung, ein sicheres Online-Umfeld für junge User unter Beachtung der gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Sie sind dazu verpflichtet, die strengen Sicherheits- und Datenschutzstandards für Websites einzuhalten. Denn mit der allgegenwärtigen Nutzung von Smartphones, Tablets und Laptops von frühester Kindheit an bleiben Cyber-Compliance und dafür zugeschnittene technische Schutzmaßnahmen unerlässlich.

Gefahren für Jugendliche im Internet

Im Internet sind Jugendliche täglich einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt:

E-Commerce

Online-Shopping ist inzwischen weitverbreitet, aber insbesondere für Jugendliche wird es zur Gefahr, wenn die Möglichkeit besteht, widerrechtlich Alkohol und Drogen zu erwerben. Altersverifizierung schützt hier sowohl den jungen User als auch das Unternehmen, denn nur so kann sichergestellt werden, dass keine minderjährige Person hinter dem Kauf steckt.

Deepfakes

Mithilfe von KI können Deepfakes erstellt werden, die auf vielerlei Arten Gefahren mit sich bringen. Zum einen könnte die Identität des Jugendlichen gestohlen werden, zum anderen können auf Plattformen wie Dating-Apps auch ganz andere, potenziell gefährliche User hinter den Profilen stecken. Auch hier können Identifikationssysteme weiterhelfen, um zu bestätigen, dass eine echte Person hinter dem Online-Auftritt steckt oder eben nicht.

Sucht

Die Internetsucht ist eine sehr ernst zu nehmende Gefahr für Jugendliche. Soziale Medien, Online-Spiele und Streaming-Dienste sind ständig und mobil verfügbar und junge User können leicht in einen Teufelskreis der Abhängigkeit geraten. Wie bei allen Arten der Sucht führt das zu Vernachlässigung von sozialen Aktivitäten, Abschottung und Konzentrationsproblemen. Deshalb sind auch hier Altersverifizierungen wichtig, denn so können Jugendliche direkt vor Glücksspielen im Internet und einer damit verbundenen Sucht bereits im frühen Alter geschützt werden.

Um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Jugendlichen zu schützen, ist es wichtig, frühzeitig zu handeln. Denn ohne ausreichende Schutzmaßnahmen und Medienkompetenz können junge User im Internet leicht Opfer von Ausbeutung und Sucht werden.

Gesetzliche Regelungen zum Jugendschutz im Internet

Die sich ständig weiterentwickelnde digitale Welt verlangt nach effektiven Strategien für den Jugendschutz im Internet. Das macht auch gesetzliche Regelungen dringend notwendig. In Deutschland spielen hierbei das Jugendschutzgesetz und der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag eine zentrale Rolle, auf europäischer Ebene die Datenschutz-Grundverordnung.

  • Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) regelt unter anderem die Altersfreigabe für Filme und Spiele sowie den Schutz vor gefährdenden Medieninhalten.
  • Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) ergänzt diese Bestimmungen für den Bereich der Telemedien (etwa das Internet) und den Rundfunk. Diese gesetzliche Regelung verpflichtet Website-Anbietende, ihre Inhalte zu prüfen und sicherzustellen, dass Jugendliche keinen schädlichen oder ungeeigneten Inhalten ausgesetzt werden. Dazu muss auch eingeschätzt werden, ob durch die bereitgestellten Inhalte Jugendliche negativ in ihrer Entwicklung beeinflusst werden könnten. Auch zum Thema Werbung trifft der JMStV Aussagen, so ist es etwa verboten, direkte Kaufappelle an Kinder und Jugendliche zu stellen.
  • Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine europäische Verordnung, in der strenge Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten festgelegt werden. Insbesondere die Daten Minderjähriger gilt es zu schützen. So müssen Unternehmen auf die sichere Verarbeitung von Daten und die Zustimmung der Eltern achten.

Verstöße gegen diese Vorschriften können erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Solche Regelungen sind entscheidend für ein sicheres und geschütztes Surfen von Jugendlichen, was den Stellenwert von Cyber-Compliance nur noch unterstreicht.

Was Unternehmen im Hinblick auf Jugendschutz beachten sollten

Unternehmen müssen im Hinblick auf den Jugendschutz viele Dinge beachten, vorwiegend stellt das Einhalten der gesetzlichen Regelungen eine Herausforderung dar. An Cyber-Compliance führt also kein Weg vorbei.

Cyber-Compliance

Cyber-Compliance bezieht sich auf die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen aus dem Jugendschutzgesetz, dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und der Datenschutz-Grundverordnung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Plattformen den Vorgaben entsprechen. Cyber-Compliance bedeutet also, dass Websites kontinuierlich ihre Sicherheitsstandards überprüfen, anpassen und auf den neuesten Stand bringen. Erste Schritte auf dem Weg zur Cyber-Compliance können etwa durch die Implementierung von Inhaltsfiltern, sicheren Datenverarbeitungspraktiken und Altersverifikationssystemen geschehen.

Altersverifizierung

Altersverifizierungssysteme sind praktisch, um gesetzliche Auflagen zum Jugendschutz im Internet einzuhalten und damit Cyber-Compliance zu erreichen. Wie in den einschlägigen Normen vorgeschrieben, gewährleisten diese Systeme, dass Jugendliche keinen Zugang zu unangemessenen Inhalten bekommen. Das geschieht durch den Einsatz von Altersverifizierungen oder biometrischer Gesichtserkennung.

Fazit

Website-Betreibende und Unternehmen übernehmen die große Verantwortung, ihre Plattformen jugendschutzkonform zu gestalten. Dazu gehört die Cyber-Compliance, also die Umsetzung der Sicherheitsstandards aus den gesetzlichen Regelungen wie dem Jugendschutzgesetz. Eine mögliche Maßnahme ist dabei die Implementierung einer Altersverifizierung.

Ein sicheres Online-Umfeld trägt langfristig zur Vertrauenswürdigkeit Ihrer Plattform bei. Nur durch die richtigen Maßnahmen können wir gemeinsam Jugendliche vor den potenziellen Gefahren des Internets schützen und es jungen Usern ermöglichen, die Chancen des Internets zu nutzen.

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