Minimalismus, Aufräumen oder echte Entrümpelung – wie überflüssiger Besitz einschränken kann

Minimalismus leben

Minimalismus, also mit weniger Dingen bewusster leben, liegt voll im Trend. Immer mehr Menschen orientieren sich an Aufräum-Gurus wie Marie Kondo, wo nur noch Dinge bleiben dürfen, die dem Bewohner und Besitzer Freude bereiten. Wer hingegen eine Wohnung oder ein Haus geerbt hat oder in möbliertem Zustand kauft, der kommt mit diesen Methoden kaum noch weiter.

Was die Entrümpelung vom Aufräumen unterscheidet

Meist bekommen die erwachsenen Familienmitglieder einmal jährlich eine Idee: Bei uns herrscht Chaos, wir müssen entrümpeln. Entrümpelt wird klassischerweise der Keller oder die Garage, wo sich leere Farbeimer, kaputte Gartenstühle und anderer Unrat ansammelt.

Regelmäßiges Entrümpeln sorgt aber auch in Küchenschubladen und Schränken dafür, dass nicht immer mehr unnützer Ballast die Lebensqualität einschränkt. Am besten gelingt vielen Menschen das zyklische Entrümpeln bei Kleidung: Am Ende des Sommers werden daher Shirts und Röcke, leichte Tops, dünne Jacken und Sandalen aus dem Kleiderschrank geholt. Alle Sachen werden dann in Kisten geräumt und überwintern auf dem Dachboden, im Keller oder in der Abstellkammer. Nach dem Ausräumen der Sommersachen dürfen dann die Winterklamotten wieder einziehen, sodass ein fortlaufendes System implementiert ist.

Schon beim Ausräumen, aber spätestens beim erneuten Einräumen kann gleich eine Kontrolle durchgeführt werden: Sind Kleidung, Jacken und Schuhe noch intakt und gefallen sie noch? Falls nicht, können sie gespendet, entsorgt oder verkauft werden.

Wer hingegen aufgrund einer Erbschaft, einer Zwangsversteigerung oder aus anderen Gründen eine ganze Wohnung oder ein Haus voller Möbel und persönlichen Gegenständen übernimmt, hängt meist weit weniger an einzelnen Dingen. Hier ist es zum Weiterverkauf oder für den schnellen Einzug sinnvoll, die Entrümpelung in Essen, anderen Städten oder auf dem Land mit einer professionellen Firma durchzuführen. Die umweltverträgliche Entsorgung übernimmt der Dienstleister ebenfalls.

Minimalismus als Lebenseinstellung beugt Entrümpelung vor

Hinter der Lebenseinstellung Minimalismus verbirgt sich kein Leben in vollkommener Askese ohne Besitz. Vielmehr schauen sich Minimalisten mit großem Bewusstsein sehr genau an, was wirklich für ein erfülltes Leben gebraucht wird. Denn wer nutzt regelmäßig 25 Kochbücher, trägt 15 Hosen und nutzt wirklich die gesamte Dekoration in saisonalen Kisten?

Doch der Minimalismus hinterfragt nicht nur den Besitz von Nippes und stellt die Notwendigkeit von Eigentum in Frage, sondern befasst sich fortlaufend mit folgenden Themen:

  • Sind alle Flächen im Wohnraum aufgeräumt?
  • Verbringe ich genügend Zeit mit lieben Menschen?
  • Kaufe ich nur Dinge, die wirklich gebraucht werden?
  • Trage ich alle meine Schuhe wirklich?
  • Muss ich jeden Tag fernsehen oder Serien gucken?
  • Welche neuen Dinge erlebe und lerne ich?
  • Verbringe ich genügend Zeit mit Bewegung?
  • Wie häufig bin ich in der Natur?
  • Ließe sich die Zeit auf Social Media anderweitig nutzen?

Diese Liste lässt sich noch unendlich detailliert weiter fortsetzen, zeigt aber ganz deutlich: Minimalisten hinterfragen in allen Lebensbereichen, was ihnen wirklich wichtig ist, ihnen guttut und sie voranbringt. Viel zu häufig sind Menschen im normalen Alltag einfach zu sehr mit dem ewigen Einerlei verbunden, sodass kein Raum mehr für Neues bleibt.

Wie die Ordnung bleiben kann

Wer nicht gerade in professionell entrümpelte, neue Wohnräume einzieht, sondern sich einfach von all dem Zeug in der Wohnung zunehmend belastet fühlt, der kann sich für ein Aufräum- und Ordnungssystem entscheiden. Wie eine neue Art der Ernährung oder das Erlernen einer neuen Sportart werden dabei nach und nach neue Fähigkeiten erlernt und wer dranbleibt, hat Stück für Stück ein schöneres Zuhause.

Herrscht das Chaos bereits seit einigen Jahren, was sowohl Familien als auch Singles betreffen kann, muss häufig im ersten Schritt Raum für Raum entrümpelt werden. Wer sich im Vorfeld ein System überlegt oder sich durch Ratgeber und Artikel ein System vorgeben lässt, wird nicht völlig überfordert abbrechen. Durch das Entrümpeln erfolgt die Trennung von kaputten oder überflüssigen Dingen, wobei oft dieser einfache Schritt Lust auf mehr macht. Dann Ordnung zu halten, ist vielfach leichter.

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