Sicheres Surfen im Internet: Worauf muss man achten?

Internet

Wir verbringen einen großen Teil unserer Zeit im Internet. Bankgeschäfte werden ebenso online erledigt wie der Wocheneinkauf. Selbst die Freizeit hat sich verlagert und hier wird die eigene Sicherheit leider oft vernachlässigt. Nehmen wir ein Beispiel aus der Glücksspielbranche. Heute dürfen interessierte Nutzer legal im NetBet Casino online spielen und so ihre Freizeit gestalten. Da hier aber Gelder transferiert werden, ist der Schutz der eigenen Daten von großer Wichtigkeit.

Einen Teil kann der Anbieter dazu beitragen, einen noch viel größeren Schutzauftrag hat jedoch der Nutzer selbst. Hier kommen einige wichtige Maßnahmen, die zum Eigenschutz beitragen.

Ungeschützte WLAN-Netzwerke meiden – VPN sorgt für Abhilfe

Ein hoher Risikofaktor sind WLAN-Netzwerke, die in der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die Verbraucherzentrale gibt bereits wertvolle Tipps dahingehend, wie Sie sich vor Datendiebstahl und Spionage schützen können. Mittlerweile ist WLAN an vielen Orten verfügbar, ob in der Bahn oder im Lieblingscafé. Das ist praktisch, denn so werden die mobilen Daten des Smartphones geschützt und die Geschwindigkeit kann auch fast immer überzeugen.

So praktisch öffentliche WLAN-Netzwerke sind, so viele Risiken haben sie aber auch. Ohne Schutz ist es für Außenstehende möglich, den Datenverkehr abzufangen und sensible Daten zu stehlen. Es gehört daher zu den wichtigsten Maßnahmen, keine persönlichen Daten während einer solchen Sitzung preiszugeben.

Online-Banking, Shopping, Einzahlungen in der Spielothek, Vertragsabschlüsse oder vertrauliche Geschäfte sollten ausschließlich im gesicherten Heimnetzwerk erfolgen, nicht im ICE oder irgendwo am Flughafen. Wenn sich solche Datenübertragungen nicht vermeiden lassen, kann ein VPN Abhilfe schaffen.

Das Virtual-Privat-Network dient dazu, Daten zu verschlüsseln und so zu verhindern, dass sie von außen eingesehen werden können. Dabei wird das VPN zwischengeschaltet. Die Daten werden an das sichere Netzwerk übermittelt und von dort weitergeleitet. Das WLAN-Netzwerk wird zwar weiterhin genutzt, die Daten sind aber verschlüsselt.

Verschlüsselte Websites nutzen – warum ein Buchstabe den großen Unterschied macht

Es gibt kaum eine Dienstleistung, die heute nicht online verfügbar ist. Wer möchte, schließt digital seinen Kreditkartenvertrag ab, kauft sich ein neues Handy oder überweist die Miete für den nächsten Monat. Solche Transaktionen sind für Hacker natürlich hochinteressant, denn geraten Kreditkartendaten in die falschen Hände, kann es teuer werden. Die Sicherheitsstandards werden immer besser, die Intelligenz der Hacker steigt aber ebenfalls.

Eine Basisschutzmaßnahme ist es, Daten ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen zu übertragen. Ob eine Website solch eine Verschlüsselung nutzt, lässt sich auf einen Blick erkennen. In der Browserleiste wird anstelle von http das Kürzel https angezeigt. Je nach Browser ist außerdem ein Schlosssymbol zu sehen, das die Verschlüsselung symbolisieren soll.

Sicherheitsgefahr Mensch – das eigene Passwort mit Sorgfalt auswählen

Ein bisschen klingt es wie Satire, doch leider sind die Zahlen erschreckend wahr! Im Jahr 2022 verwendeten 10.359 Menschen das Passwort „123456“ als Absicherung für persönliche Accounts. Man möchte meinen, dass solche Fehler eigentlich niemandem mehr passieren, doch die Risikobereitschaft ist nach wie vor hoch. Nicht selten spielen dabei Gedanken wie: „Meine Accounts sind uninteressant, die hackt niemand“, eine Rolle.

Wer in den sozialen Netzwerken unterwegs ist und dort keine Gelder transferiert, macht sich um Sicherheit oft keine Gedanken. Was soll ein Hacker schon mit einem Account anfangen, der nur wenige Freunde und noch weniger interessante Inhalte hat? Eine Menge! Hacker greifen nicht nur große Influencer und Accounts mit hoher Reichweite an. In den letzten Jahren haben sich die Hackerangriffe auf Privatpersonen deutlich erhöht!

Selbst Omas Facebook-Account, mit dem sie lediglich Kochrezepte teilt, kann von einem Hacker geknackt und dann für illegale Machenschaften genutzt werden. Ein sicheres Passwort ist also das A und O, wenn es darum geht, die eigenen Daten zu schützen!

Zwei-Wege-Authentifizierung nach Möglichkeit immer nutzen

Anbieter wie PayPal oder die Hausbank machen es vor: Mithilfe der Zwei-Wege-Authentifizierung werden die persönlichen Daten besser geschützt. Wenn Sie sich zum Beispiel in ein entsprechend geschütztes PayPal-Konto einloggen möchten, wird nach Eingabe des Passworts ein Code an Ihr Smartphone gesendet. Erst, wenn Sie diesen eingegeben haben, ist der Login möglich. Eine Schutzmaßnahme, die beim Schutz der Daten hilft.

Theoretisch ist ein Login durch fremde Personen immer noch möglich, beispielsweise, wenn Sie Ihr Handy verlieren. Hier wiederum können Sie mit dem Einsatz von biometrischen Daten für Schutz sorgen. Indem Ihre Nachrichten erst dann abrufbar sind, wenn Sie das Handy per Fingerabdruck entsperrt haben, erhöhen Sie die Schutzbarriere noch einmal.

Updates der Software erhöhen den Schutz vor Hackern

Ein veraltetes Betriebssystem oder nicht aktualisierte Add-ons öffnen Hackern und Cyberkriminellen Tür und Tor. Sowohl das Betriebssystem als auch die sonstige verwendete Software sollte regelmäßig aktualisiert werden. Im Zuge solcher Updates werden oft Sicherheitspatches ausgespielt, die Schwachstellen im Bereich der Software beheben und so für mehr Schutz sorgen.

In den Einstellungen des Computers oder Smartphones lassen sich automatische Updates aktivieren. So stellen Sie sicher, dass Ihre Apps und Softwares immer auf dem neuesten Stand sind und müssen manuell nichts dafür tun. Möchten Sie keine automatischen Updates durchführen lassen, nutzen Sie die manuelle Funktion. Schauen Sie in sensiblen Bereichen wie dem Betriebssystem mindestens einmal pro Woche nach, ob es neue Updates gibt.

Keine unbekannten Links aufrufen – Vorsicht vor Phishing

Betrüger sind raffiniert und immer darauf aus, Daten abzugreifen. Phishing ist hierbei eine beliebte Methode. An potenzielle Opfer werden beispielsweise E-Mails gesendet, die vermeintlich von der eigenen Bank oder einem großen Unternehmen wie PayPal stammen. Meist wird auf ein Kontoproblem hingewiesen, das gelöst werden muss.

Der Empfänger der Mail findet einen Link darin, der ihn auf eine (gefälschte) Login-Seite der Bank oder des Unternehmens weiterleitet. Werden hier nun die Login-Daten eingegeben, können Hacker sie abgreifen und damit den jeweiligen Account übernehmen. Viele Virenprogramme erkennen Phishing-Mails, aber nicht alle. Ein hilfreicher Tipp ist es, Konten und eigene Accounts immer über die Homepage selbst aufzurufen, niemals auf Links zu klicken. Am besten wird hierzu eigens eine Lesezeichenleiste angelegt, damit die benötigten Portale immer griffbereit sind.

Fazit: Eigenschutz ist heute wichtiger denn je

Wer seine eigenen Daten schützen möchte, muss eigenverantwortlich damit umgehen. Viele Anbieter von Dienstleistungen und Websites ermöglichen Schutzmaßnahmen wie verschlüsselte Übertragung. Der größte Risikofaktor ist aber immer noch der Nutzer selbst. Geht er achtlos mit seinen Daten um, nutzen auch Verschlüsselungen nichts mehr.

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