Wie schädlich ist ein Sonnenbrand wirklich?

Sonnenbrand schädigt die Haut

Wenn Sie in diesem Sommer nach draußen gehen, vergessen Sie nicht, sich von der Sonne zu schützen. Sich vor einen Sonnenbrand zu schützen ist für die Gesundheit äußerst wichtig. Schon ein einziger Sonnenbrand kann das Hautkrebsrisiko erhöhen. Denn wenn die Haut ultraviolette Strahlung aus dem Sonnenlicht absorbiert, kann sie das Erbgut der Hautzellen schädigen.

Zu viel ultraviolette (UV-) Strahlung von der Sonne oder den Solarien ist die Hauptursache für Hautkrebs. In Großbritannien konnten fast 9 von 10 Fällen von Melanomen, der schwersten Form von Hautkrebs, durch sicheres Sonnenbaden und die Vermeidung von Sonnenbänken verhindert werden.

Was ist überhaupt UV-Strahlung?

Es gibt 2 Haupttypen von UV-Strahlen, die unsere Haut schädigen. Beide Arten können Hautkrebs verursachen:

  1. UVB ist für die meisten Sonnenbrände verantwortlich.
  2. UVA dringt tief in die Haut ein. Es altert die Haut, trägt aber viel weniger zum Sonnenbrand bei.

Eine dritte Art von UV-Strahlung, UVC, könnte die gefährlichste von allen sein, aber sie wird durch die Ozonschicht vollständig ausgeblendet und erreicht nicht die Erdoberfläche.

Was verstehen wir unter einem Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die DNA in Ihren Hautzellen durch zu viel UV-Strahlung geschädigt wurde. Sonnenbrand, nur einmal alle 2 Jahre, kann Ihr Risiko für Melanom-Hautkrebs verdreifachen.

Sonnenbrand muss nicht schälend oder blasenbildend sein. Ein Sonnenbrand fängt schon deutlich früher an. Wenn Ihre Haut in der Sonne rosa oder rot geworden ist, ist sie verbrannt. Für Menschen mit dunkler Haut kann es sich nur gereizt oder juckend anfühlen.

Man spürt keine UV-Strahlen – die Wärme der Sonne kommt von Infrarotstrahlen, die einen nicht verbrennen können. Deshalb kann die Haut von Menschen auch an kühlen Tagen noch brennen.

Was passiert mit unserer Haut, wenn sie “verbrennt”?

Zu viel UV-Strahlung von der Sonne oder Sonnenbänken kann das Erbgut (die DNA) in Ihren Hautzellen schädigen. Wenn sich im Laufe der Zeit genügend DNA-Schäden aufbauen, kann es dazu führen, dass die Zellen außer Kontrolle geraten, was zu Hautkrebs führen kann. Ihr Körper hat Möglichkeiten, den größten Teil des Schadens zu reparieren. Aber das funktioniert nicht immer perfekt – einige beschädigte DNA kann zurückgelassen werden. Der Versuch Ihres Körpers, diesen Schaden zu beheben, verursacht die schmerzhaften Symptome eines Sonnenbrandes.

Was können wir tun, wenn wir Sonnenbrand bekommen?

Sonnenbrand bedeutet nicht, dass Sie definitiv Hautkrebs entwickeln werden. Aber es bedeutet, dass es in Zukunft noch mehr Gründe gibt, Ihre Haut zu schützen, um sie nicht noch mehr zu schädigen. Wenn Sie bemerken, dass Ihre Haut rosa oder rot wird, sollten Sie aus der Sonne kommen und sich bedecken, um weitere Schäden zu verhindern.

After Sun Lotion kann dazu beitragen, dass sich die sonnenverbrannte Haut besser anfühlt, und ggf. auch schneller regeneriert. Aber sie kann keine DNA-Schäden reparieren.

Kann sich Hautkrebs ausbreiten?

Hautkrebs kann invasiv sein. Neben dem Wachstum über die Hautoberfläche können Tumore auch durch die Hautschichten nach unten wachsen. Wächst der Tumor durch die Wand eines Blut- oder Lymphgefäßes, können Krebszellen abreißen und sich auf andere Körperteile ausbreiten. Deshalb ist Hautkrebs in der Regel leichter zu behandeln, wenn er frühzeitig erkannt wird. Zudem steigen die Heilungschancen bei frühzeitiger Behandlung.

Frauen mit Sonnenbrand am Strand

Wie gefährlich ist ein Sonnenbrand für uns nun wirklich?

Unabhängig von der Pigmentierung Ihrer Haut ist Sonnenbrand ein ernstes Problem. Wenn Sie eine schwere Verbrennung bekommen, fängt die Haut an, sich abzuschälen. Das ist buchstäblich Ihr Hautsterben – oder was Ärzte als Apoptose bezeichnen. Der Körper tötet die Hautzellen, deren DNA durch die UV-Strahlung der Sonne beschädigt wurde.

Das Risiko eines Melanoms verdoppelt sich für Menschen mit einem Sonnenbrand fast, und 86 Prozent der Melanome können auf die UV-Strahlung durch die Sonne zurückgeführt werden, belegen einschlägige Studien.

Außerdem sterben Menschen mit dunkler Haut eher, wenn sie an Hautkrebs erkranken, als Menschen mit heller Haut. Wenn Hautkrebs bei dunkleren Personen diagnostiziert wird, ist er meist fortgeschrittener. Infolgedessen liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate für das Melanom beispielsweise bei 93 Prozent für weiße Menschen und nur bei 69 Prozent für die Menschen mit dunkler Haut.

Bestimmte Erbkrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes, die bei europäischen Bürgern häufig vorkommen, können ebenso ein Sonnenbrandfaktor sein, da die Medikamente, die zur Behandlung dieser Erkrankungen eingesetzt werden, die Empfindlichkeit gegenüber der Sonne erhöhen können.

Daher ist es sehr wichtig, die Haut stets vor übermäßiger Sonnenbestrahlung zu schützen.

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1 Kommentar

  1. Interessanter Beitrag! Mir ist klar, dass Sonnenbrand schädlich ist, aber das echt jeder Sonnenbrand die DNA der Hautzellen verändert war mir nicht klar. Ich kann trotzdem nicht verstehen, dass es Leute gibt, die heute noch ungeschützt stundenlang die Sonne gehen 😮 Aber es gibt ja auch noch Raucher. Die Menschheit weiß, dass es schädlich ist und macht es trotzdem!!! Naja muss ja jeder selber wissen!

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