Nützliche Tipps gegen die Angst vorm Zahnarzt

Zahnarzt für Angstpatienten

Angst vor dem Zahnarzt ist heutzutage längst kein Tabuthema mehr. Vor allem in der Vergangenheit waren viele Behandlungen schmerzhaft und die Betäubung unzureichend. Heutzutage ist das glücklicherweise anders. Dennoch sitzen die Ängste vor zahnmedizinischen Behandlungen bei vielen erwachsenen Patienten tief und auch Kinder und Jugendliche lassen sich nicht gern an den Zähnen behandeln. Moderne Zahnärzte wissen nicht nur, wie sie Schmerzen bei der Behandlung gering halten, sondern auch, was sie gegen Angst tun können. Auch Sie als Patient haben dazu viele Möglichkeiten. Niemand muss mehr schweißgebadet das Behandlungszimmer betreten.

Tipp #1: Zahnärzte für Angstpatienten

Ob Sie nun leichte Angst haben oder die Praxis gar nicht mehr betreten können – zum Zahnarzt für Angstpatienten darf jeder gehen. Hier wird speziell auf die Bedürfnisse ängstlicher Patienten eingegangen. Es wird sich Zeit für Sie genommen und sowohl Zahnarzt (Patienten empfehlen diesen Zahnarzt in Mülheim) als auch Arzthelfer finden mit Ihnen zusammen heraus, wovor Sie Angst haben. Diese Situationen werden so lange wie möglich gemieden und es wird eine Behandlungsmethode gefunden, die für Sie erträglich ist. Vielleicht brauchen Sie lediglich Zeit und Geduld, oder aber Sie brauchen eine gründliche Schmerzbetäubung. Bei schweren Angstproblemen ist es sogar möglich, Eingriffe unter Narkose vorzunehmen. Dass sie nichts spüren werden, nimmt Ihnen bestimmt einen großen Teil der Angst.

Tipp #2: Mehrere Behandlungen in kleinen Schritten

Angstpatienten haben häufig so lang den Zahnarzt nicht mehr aufgesucht, dass es zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Zahnhalteapparat und den Zähnen gekommen ist. Jetzt befürchten Sie eine große, schmerzhafte Behandlung, doch das muss nicht sein. Die Angst rührt auch daher, dass Sie nicht sicher wissen, was auf Sie zukommt. Vereinbaren Sie deswegen einen ersten Termin bei einem Zahnarzt für Angstpatienten und erklären Sie, dass Sie ein Erstgespräch wünschen. Hier werden die Zähne lediglich untersucht und es werden keine Behandlungen durchgeführt, die Schmerzen bereiten. Sie bekommen dann den Behandlungsplan und können zusammen mit dem Zahnarzt entscheiden, wie dabei am besten mit Ihrer Angst umgegangen wird. In mehreren kleinen Behandlungen werden die nötigen Maßnahmen durchgeführt, was für Sie als Patient erträglicher ist.

Tipp #3: Verhaltenstherapie mit progressiver Muskelrelaxation

Wenn Sie nicht jede Behandlung unter Narkose bekommen wollen, dann sollten Sie sich parallel zum erfahrenen Zahnarzt auch an den Psychotherapeuten wenden. Ängste fühlen sich schlimm an. Dabei sind sie oft leicht und schnell zu behandeln. Als sehr wirksam im Bereich der Dentalphobie hat sich die Verhaltenstherapie erwiesen, hierbei konnte vor allem die progressive Muskelrelaxation Erfolg bringen. Sie entspannen sich bei dieser Methode kontrolliert und bewusst. Das wiederum suggeriert dem Körper, der immer noch im Angstzustand ist, dass das nicht notwendig ist. Nach und nach kann es Ihnen damit gelingen, eine Behandlung auf dem Zahnarztstuhl leichter und ohne Betäubungsmittel zu überstehen. Der Zahnarzt kann natürlich dennoch wirksame Schmerzmittel und lokale Betäubung verabreichen, damit keine Angst durch Schmerzen aufkommt.

Tipp #4: Hypnotherapie gegen Zahnarztangst

Wirksam gegen Dentalphobie kann auch die medizinische Hypnose sein. Denken Sie dabei bitte nicht an einen dubiosen Wunderheiler, der Sie mit Pendel und beruhigender Stimme ins Land der Träume befördert. Medizinische Hypnose funktioniert viel subtiler und sie bleiben dabei wach. Allerdings werden Sie in einen Zustand gebracht, in dem sie direkt mit ihrem Unterbewusstsein in Verbindung treten. Hier kommt die Angst her, und genau hier können Sie die Angst ansprechen und sie verringern. Sie lernen bei der Hypnotherapie Methoden, die Ihnen auf dem Zahnarztstuhl helfen, gelassen zu bleiben. Möglich ist auch die Hypnose direkt im Behandlungszimmer des Zahnarztes. Hierzu müssen Sie einen qualifizierten Zahnarzt mit zusätzlicher Ausbildung aufsuchen. Diese ist heutzutage allerdings leichter zu finden, als Sie meinen.

Tipp #5: Autogenes Training gegen Zahnarztangst

Eine weitere Therapieform kann autogenes Training sein. Hierbei erlernen Sie Sätze, die Sie mit körperlicher Beruhigung verbinden. Der Herzschlag verlangsamt sich, die Atmung beruhigt sich und auch der Blutdruck sinkt. Der Körper fährt herunter, aber auf kontrollierte Art und Weise. Wenn Sie nun wieder in der Praxis sind und sich beruhigen wollen, dann sagen Sie diese Sätze auf, die Sie erlernt haben. Der Körper wird wissen, dass er sich jetzt beruhigen soll, und Sie bekommen die Angst kontrolliert in den Griff. Bei dieser Methode lenken Sie sich außerdem durch das Aufsagen der Sätze von der Behandlung selbst ab, was ebenfalls die Angst reduzieren kann. Das Gehirn vollbringt in einem Zustand der Angst körperliche Höchstleistungen. Es kann sich dann nur schwer auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren.

Tipp #6: Stehen Sie zur Angst vor dem Zahnarzt!

Der am schnellsten zu erledigende Aspekt ist auch gleichzeitig der wichtigste. Sie müssen zunächst zu der Angst stehen, damit Sie sie aus der Welt schaffen können. Bestimmt ist es Ihnen unangenehm, vor einer medizinischen Behandlung Angst zu haben, doch das muss es Ihnen nicht sein. Sehr viele Erwachsene leiden an dieser Angst, andernfalls hätten sich nicht so viele Zahnmediziner darauf spezialisiert. Je eher Sie anerkennen, dass auch Sie dazugehören, desto eher können Sie die für sich richtige Lösung finden.

[Gesamt: 3   Durchschnitt:  4.7/5]
Über Redaktion 226 Artikel
In diesem Online-Magazin publizieren unsere Redakteure regelmäßig neue Beiträge zu unterschiedlichsten Themen. Alle Artikel haben eines gemeinsam: Sie vermitteln Wissen und informieren über News! Möchtest Du einen Gastartikel in unserem Wissensmagazin veröffentlichen? Dann schreibe uns gerne an!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*