Fehler beim Hauskauf vermeiden

Fehler beim Hauskauf

Fehler beim Hauskauf können langfristig sehr negative Auswirkungen haben. Vor allem Altbauten stehen hier im Blickpunkt, da das notwendige Know-how der Käufer nur selten vorhanden ist, um die Kosten für Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten ausreichend einschätzen zu können. Sicherlich einer der Gründe, warum nicht gerade wegen fehlender Mittel für Beratung und Wissen die notwendigen finanziellen Mittel ohne diesen Grund unbedingt entscheidend sind. Warum die immer wiederkehrenden Fehler in der oft größten finanziellen Belastung passieren, der sich Menschen im Leben freiwillig aussetzen, ist Gegenstand dieses Artikels.

Wir gehen auf die größten Fehler in der Finanzierung einer Immobilie ein und erläutern, wie zumindest dieser Teil bei Ihren eigenen Bau- oder Kaufprojekten vermieden werden kann.

Tilgungsrate zu niedrig

Banken, die Finanzierungen anbieten wollen, tun dies in der Regel mit einer Mindesttilgungsrate von einem Prozent. Das Problem ist hier die Kreditlaufzeit, die bei einer geringen Tilgungsrate sehr groß ist. Deshalb sollten Sie sich dafür entscheiden, mindestens zwei Prozent zu tilgen. Die Vorteile sind eine viel kürzere Laufzeit und eine große Zinserspanis (bei entsprechend längerer Zinsbindung).

Zu kurze Zinsbindungsfrist

Immobilienkredite sind aktuell sehr verlockend. Die Zinsen sind schon seit einigen Jahren auf einem extrem niedrigen Niveau. Die Kreditkosten sind augenscheinlich besonders gering, wenn Sie sich für eine kurze Zinsbindungsfrist entscheiden. Das Problem dabei ist, dass bei einer niedrigen bis mittleren Tilgungsrate am Ende der Zinsbindungsfrist ein hohes Restdarlehen besteht, wofür eine Anschlussfinanzierung notwendig ist. Allerdings weiß niemand, wie die Konditionen für eine Anschlussfinanzierung aussehen werden, die maßgeblich vom Zinssatz zum Ende der Zinsbindungsfrist abhängig ist. Da der Zinssatz nach dem Ende der Zinsbindungsfrist neu verhandelt wird, können die Kreditkosten möglicherweise drastisch steigen. Überlegen Sie sich daher genau, ob Sie sich nicht doch sicherheitshalber für eine längere Zinsbindungsfrist entscheiden.

Den eigenen Finanzrahmen bestimmen

Was für Selbständige üblich ist, ist für viele Hauskäufer zunächst noch Neuland. Die Planung, die alle regelmäßigen und unregelmäßigen, auch unbeabsichtigten Kosten umfasst, ist die Grundlage. Ihr Finanzrahmen besteht aus den regelmäßigen Einkünften (Haushaltseinkommen) und den gesamten Ausgaben (Versicherungen usw.). Darüber hinaus sollten Sie die Kosten für etwaige Reparaturen am Haus und regelmäßige Ausgaben schätzen. Nur wenn Sie den Verbrauch richtig einschätzen, z.B. mit einem Haushaltsbuch, kennen Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten.

Baukosten realistisch einschätzen

Die Bau- und Renovierungskosten werden in der Regel von einem unabhängigen Sachverständigen nach den geltenden Regeln und Vorschriften berechnet. Nutzen Sie diesen Service, um ausreichend Baukosten einzukalkulieren. Bilden Sie zum Stammkapital separate Rücklagen – im Zweifelsfall können Sie dann Bau- und Renovierungskosten problemlos bezahlen und damit sicherstellen, dass sich das Darlehen im Laufe der Zeit nicht verlängert.

8 Regeln für den Kauf einer Immobilie

  • Der Kauf eines Grundstücks (auch unbebaut), einer Wohnung oder eines Grundstücks oder eines Erbbaurechts muss von einem Notar bestätigt werden. Dies gilt sowohl für Vorverträge als auch für Kaufverträge.
  • Das Grundbuch wird vom Grundbuchamt beim Amtsgericht geführt. Es dokumentiert die Rechtsverhältnisse (Eigentümer, Hypotheken, Lasten). Bei Erbbaurechten und Eigentumswohnungen gelten separate Grundbücher.
  • Wenn Sie am Kauf interessiert sind, können Sie die Grundbücher jederzeit einsehen. Auf die Richtigkeit der Eintragungen können Sie sich verlassen (Gewährleistung der öffentlichen Glaubwürdigkeit des Grundbuchs).
  • Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Vor- und Nachteile eines Standortes. Am besten fragen Sie einen Makler oder Nachbar.
  • Ein bereits bestehendes Wohngebäude sollte von einem vereidigten Sachverständigen begutachtet werden (Preis, technische Fragen, überfällige Reparaturen oder Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung des Denkmalschutzgesetzes). Der Marktwert kann auch durch den Städtischen Gutachterausschuss der Stadt bestätigt werden.
  • Wenn Sie ein großes Mehrfamilienhaus oder ein gemietetes Mehrfamilienhaus kaufen, sollten Sie sich von einem Anwalt (Bau- und Mietrecht) und einem Steuerberater beraten lassen.
  • Der Käufer sollte im Vertrag sicherstellen, dass ihm bei unverschuldeter Kündigung des Kaufvertrages keine zusätzlichen Notar- oder Grundbuchkosten entstehen.
  • Der Kaufbetrag wird auf das Treuhandkonto überwiesen. Die Zahlung dieses Betrages erfolgt nur, wenn alle Bedingungen zu 100% erfüllt sind.

Zusammenfassung

Es ist offensichtlich, wie sehr die Gefahren einer falschen bzw. unpassenden Baufinanzierung zu unterschätzen sind. Es ist daher sehr empfehlenswert, gemeinsam mit Ihrem Partner zu überlegen, wie viel Haus Sie sich leisten können. Informieren Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung und lassen Sie sich von unabhängigen Experten beraten.

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2 Kommentare

  1. Danke für diese Übersicht, welche Fehler ich beim Hauskauf vermeiden sollte. Ich werde darauf achten, einen Kaufvertrag nur mit einem Notar abzuwickeln. Vorher werde ich allerdings von der Möglichkeit Gebrauch machen, das Grundbuch einzusehen.

  2. Ich würde gerne eine Eigentumswohnung kaufen als Altersvorsorge. Gut zu wissen, dass jeglicher Kaufvertrag für ein Grundstück oder eine Wohnung von einem Notar bestätigt werden muss. Ich hätte nicht gedacht, dass Notare in dem Falle eine so wichtige Rolle spielen. Ich werde außerdem sicherstellen, dass im Vertrag steht, dass mir bei unverschuldeter Kündigung des Kaufvertrags keine zusätzlichen Notar- oder Grundbuchkosten entstehen.

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