Ratgeber Kerzen: Darauf kommt es an!

Kerzen für Taufe und Hochzeit

Kerze ist nicht gleich Kerze. Hierbei bestehen die Unterschiede vor allem im Material sowie auch in der Herstellung.

Vor allem dann, wenn die Tage wieder kürzer werden, zünden viele Menschen wieder vermehrt Kerzen an. Auch im Zeitalter der LED-Lampen haben Kerzen ihre Magie bis heute nicht verloren. Ob nun bei einem behaglichen Schaumbad, an einer festlichen Tafel oder an einem gemütlichen Abend zu zweit – Kerzen geben mit dem warmen Schein des Lichts eine erhabene Atmosphäre. Die sorgen auch an dunklen Tagen für eine gute Stimmung im Haus. Doch oftmals enthalten sie auch solche Stoffe, die für Mensch und für die Umwelt gefährlich sein können. Vorsicht ist in erster Linie bei Billigprodukten und bei Figurenkerzen mit viel Schmuck geboten.

Wofür können Kerzen verwendet werden?

Kerzen dienen in erster Linie der Dekoration. Sie werden manchmal allerdings auch als Licht- und Wärmequelle eingesetzt. Auch sind Kerzen zu einigen Anlässen eine hervorragende Geschenkidee. Beispielsweise zur Hochzeit kann eine liebevoll hergestellte Hochzeitskerze für freudige Gesichter sorgen. Hier sind unterschiedlichste Motive, Farben, Größen realisierbar. Eine große Auswahl an Hochzeitskerzen finden Sie auf www.liamoria.de. Aber auch andere einmalige Ereignisse wie die Taufe sind prädestinierte Feierlichkeiten, zu denen gerne eine Kerze geschenkt wird. Die Taufkerze ist symbolischer Natur und kann so individuell wie der Täufling sein. Besonders schöne Taufkerzen haben wir auf www.scheinvoll.de gefunden. Auch zu klassischen Anlässen, wie Geburtstag, Konfirmation, Trauer, werden auch heute noch gerne Kerzen geschenkt.

Herstellungsart und Gütezeichen

Generell sollten hochwertige Kerzen eine ruhige Flamme aufweisen, nicht tropfen oder gar rußen und auch keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten. Wer hier beim Kauf auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf das bekannte RAL-Gütezeichen achten.

Es gibt Kerzen in unterschiedlichen Größen, Formen und Herstellungsweisen. So sind sie gegossen, gezogen oder gepresst. Eine gezogene Kerze hat bei den Nutzern das höchste Ansehen. Aber das Verfahren der Herstellung allein ergibt keinen Unterschied bei der Qualität. Vielmehr kommt es hierbei auf die angewandten Rohstoffe an.

Die Kerzen bestehen generell aus einem Docht, der aus Baumwolle besteht und Wachs. Letztere ist eine Brennmasse, welche in der Flamme verdampfen kann und in Kombination mit dem Sauerstoff aus der Luft nach und nach verbrennt. Zudem kann hierbei das Wachs aus unterschiedlichen Materialien bestehen, welche auch gemischt sein können.

Ungenügende Paraffinkerzen mit hohem Schwefelgehalt lassen vor allem das Schwefeldioxid entstehen, was zu allergischen Reaktionen führen kann. So gelangen die meisten erbgutschädigenden, allergieauslösenden oder krebserregenden Stoffe über Lacke, Farben und verschiedene Duftmittel in die Kerzen. Hierunter sind auch halogenorganische Verbindungen, Schwermetalle, Moschusverbindungen oder Flammschutzmittel. Beim Brennen der Kerzen können daher unterschiedliche gesundheits- und umweltgefährdende Stoffe an die Umgebung freigegeben werden.

Wenn die Flamme einer Kerze stark rußt, liegt dies oft an Zugluft sowie einem zu langen Kerzendocht. Beim Auslöschen sollte der Docht für kurze Zeit in das noch flüssige Wachs eingetaucht werden, damit der Rauch nicht entstehen kann. Danach sollte gut gelüftet werden.

Kerzen mit Honig

Zu den ältesten Materialien bei der Kerzenherstellung gehört das Bienenwachs. Dieses gilt als die teuerste Wachsart, obgleich es beim Imker lediglich ein Nebenprodukt ist. Ein Imker gewinnt Bienenwachs immer dann, wenn er den Honig aus den Waben erntet. Um diesen zu bekommen, kratzt er die dünnen Deckel auch Wachs aus den Waben. Das Wachs wird dann geschmolzen und gereinigt und für eine Weiterverarbeitung nochmals aufbereitet.

Das Bienenwachs nicht neutral in seinem Geruch. Es duftet schon von Natur aus. Wenn eine Kerze aus Bienenwachs angezündet wird, dann entfaltet sich der eigene, aromatische Duft nach Honig. Von der Brennqualität unterscheidet dieser sich jedoch nicht von reinen Paraffinkerzen. Durch die hohe Dichte hat dies auch eine längere Brenndauer. Sie hängt auch von der Art der Herstellung ab.

Eine noch bessere Entscheidung sind sogenannte Biokerzen aus Bienenwachs, da diese umweltfreundlicher hergestellt werden. Auch selbst Kerzen basteln, ist möglich. Bei vielen Imkern sind der kostengünstige Bienenwachs oder auch die Wabenplatten für das Gießen von Kerzen zu bekommen.

Der Docht und auch die Farbe der Kerze sind von Bedeutung

Neben dem Wachs ist der Docht wichtig dafür, dass die Kerze schön und auch lange brennt. Die Dochte unterscheiden sich in ihrer Saugfähigkeit, Form, Art und Stärke des Dochtgarns und in der chemischen Zusammensetzung. Dieser muss auf Durchmesser und der Art der Kerze abgestimmt werden. Hierbei ist auch das Herstellungsverfahren und die Brennmasse von Bedeutung. Es wird empfohlen, den Docht achtsam zu behandeln und diesen auch immer aufzurichten. Zudem sollte er nicht abgebrochen werden. Auch Fremdkörper sollten nicht in das Wachs geraten.

Der Docht besteht aus verflochtenen und langfaserigen Baumwollsträngen und hat vor allem die Aufgabe, das Wachs zur Flamme zu befördern. Die Wahl des Dochtes ist immer abhängig von der Kerzen- und Wachsart, dem Durchmesser der Kerze und der Herstellungsart.

Die Dochte werden vor der Verarbeitung gebleicht, gereinigt und vorgewachst. Jene Vorbereitung dient vor allem dazu, dass der Docht nach dem Löschen der Flamme nicht verglüht und die Kerze noch oft entzündet werden kann. Zudem wird die gleichmäßige Versorgung der brennenden Flamme mit Wachs auf diese Weise gesichert, was zu einer beschaulichen Flamme führt.

Auch jene Art, wie der Kerzendocht geflochten ist, bestimmt die Verkrümmung des Dochtes und damit auch die Form und die Größe der Flamme. Die Spitze des Dochtes soll sich zum Rand der Flamme biegen, sodass die optimale Menge an Sauerstoff zu der Flamme gelangen kann.

Die Art der Kerzenfärbung hat generell keinen Einfluss auf ihre Qualität. Bei Kerzen aus Stearin und Paraffin gibt es eine große Farbpalette. Zudem sind Kerzen aus Bienenwachs nicht nur honigfarben. Das frische Wachs ist immer weiß. Deshalb ist auch jenes Wachs von frischen Honigwaben recht hell. Bienenwachs, das schon älter ist oder auch von der Bienenkönigin bebrütet worden ist, ist hingegen dunkler. Auch in die Honigwaben eingelagerte Pollen geben hierbei unterschiedlichen Nuancen an Farbe.

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